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Fett

Gerade eben habe ich, faul, wie man an einem Abend sein kann, zufällig ein Video gesehen... Ein Mädel, vielleicht so alt wie ich, vielleicht jünger, frisst alle mögliche Scheiße in sich rein, um fett zu sein...um noch fetter zu werden!
(An dieser Stelle möchte ich eindeutig klarstellen, dass ich kein Problem mit dicken Menschen habe, nein, ich weiß, dass es nicht leicht ist, abzuspecken und mit dem Schönheitsideal Magermodelsucht kann ich auch nichts anfangen.)
Ich weiß, dass es schwer ist abzunehmen, aber fett zu sein, erschwert und gefährdet das eigene Leben.... und dieses Mädchen frisst alles in sich hinein, mit dem Ziel immer fetter zu werden... Bagel mit Syrup und 5 Donuts und Eismilkshake in der Bierbong... Fett Fett Fett....und schmeißt ihr leben weg...

Und dann hast du da Kinder sitzen, die nix zu fressen haben... die noch nichtmal was zu essen haben... die auch ungesund sind und gefährlich leben, aber weil sie nichts haben... weil sie leiden und hungern, sie wollen leben, aber sie werden nicht gelassen... und dann hast du den haushalt, in deutschland... supermärkte, mülltonnen bei nacht voll mit Lebensmitteln... bereit zur Entsorgung... nur dass kein Magen was davon hat...außer der der Maden und Fliegen...

Und ich sitz hier vor meinem Laptop, faul, wie man an einem Abend sein kann, schnapp mir vielleicht noch nen Joghurt ausm Kühlschrank oder die Schokolade ausm Schrank und schaue Videos von fetten Mädchen, die so alt sind wie ich, vielleicht jünger... und obwohl ich nicht fett bin, fühle ich mich kein Stück besser als dieses fette Mädchen sich fühlen SOLLTE...
10.8.15 23:52


Ein Anfang

Vor nicht so langer Zeit kam ich zurück in ein Leben, dass ich vor meinem Auslandsleben gelebt habe... und doch war es nicht dasselbe.

Ich kam an, das heißt, es hat gedauert... dass ich richtig wieder ankam,hat echt gedauert und war schwerer als ich es erwartet hatte... Zuerst war alles langsam und irgendwie fremd und irgendwie nicht fremd. Irgendwann fiel mir auf, dass zwar alles gewohnt verlief, aber irgendwie an mir vorbei. Ich stand in der Masse, wie in diesen Musikvideos, wo Menschenmassen in Übergeschwindigkeit an irgendwem vorbei rauschen, geräuschelos... ich war stehengeblieben... schnell alles um mich herum und bei mir war alles stehen geblieben.

Es brauchte also seine Zeit, bis meine Geschwindigkeit sich wieder der Übergeschwindigkeit des Alltags angepasst hatte. Das Ausland hatte mich verlangsamt.. dort war keine Zeit sich zu stressen, dort war Freiheit nicht nur ein Slogan alter Hippieposter, sondern es war Freiheit. Freiheit, so wie man sie in eine Konformität der Wörter presst. 

Ich kam an und lebte mein Leben weiter, so wie es zwangsläufig weiter gehen musste. Hatte meinen unabgeschlossenen Abschluss schließlich hinter mir gelassen, der jetzt aber abgeschlossen werden wollte...
Und so tat ich, was ich musste und kam schnell wieder in den Trott des Alltages und der Pflichten und des Druckes, der einem von konservativer Gesellschaft aufgedrückt wird.
Der Unterschied war allerdings, dass es nicht das Leben war wie zuvor und es war auch nicht mein Auslandsleben... es war ein Leben, in dem ich mich nicht mehr wohl fühlte... und plötzlich fühlte ich mich auch in meiner HAut nicht mehr wohl... Alle sozialen Kontakte waren irgendwie zum Scheitern verurteilt, Freunde, die mal Freunde waren, WAREN mal Freunde. Mein Leben... ein langweiliger Haufen, den ich später nur bereuen kann, da nicht genutzt und verkümmert gelassen, wie meine Sammlung Kaktusse auf der Fensterbank, die trotz geringer Bedürfnisse trotzdem verendeten. und ich stand allein dar, auch meine KAkteen hatten mich verlassen... und den, den ich liebte, machte ich das Leben zur Hölle, eben weil ich ihn so liebte.. und ich es nicht ertrug, dass er mich lieben könnte, nachdem ich mich selbst nicht lieben konnte...

Ich schreibe diesen Block, weil es etwas geben muss, dass meine Gedanken festhält... damit ich, wenn ich über mich selbst hinweggekommen bin, ich eine Art Mahnmal habe, auf dass ich diesem Zustand nie wieder verfalle und meinem Leben den Sinn und die Freude und den Nutzen gebe, den es verdient. Und weil ich eh so viel Zeit am Computer verbringe ein Blog, kein altmodisches und doch so wundervolles altes Tagebuch, das ich mit meinen Sorgen fülle.

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1.8.15 21:49





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