Ethik so unstetig wie Kunst
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback

http://myblog.de/kunstethig

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Ein Anfang

Vor nicht so langer Zeit kam ich zurück in ein Leben, dass ich vor meinem Auslandsleben gelebt habe... und doch war es nicht dasselbe.

Ich kam an, das heißt, es hat gedauert... dass ich richtig wieder ankam,hat echt gedauert und war schwerer als ich es erwartet hatte... Zuerst war alles langsam und irgendwie fremd und irgendwie nicht fremd. Irgendwann fiel mir auf, dass zwar alles gewohnt verlief, aber irgendwie an mir vorbei. Ich stand in der Masse, wie in diesen Musikvideos, wo Menschenmassen in Übergeschwindigkeit an irgendwem vorbei rauschen, geräuschelos... ich war stehengeblieben... schnell alles um mich herum und bei mir war alles stehen geblieben.

Es brauchte also seine Zeit, bis meine Geschwindigkeit sich wieder der Übergeschwindigkeit des Alltags angepasst hatte. Das Ausland hatte mich verlangsamt.. dort war keine Zeit sich zu stressen, dort war Freiheit nicht nur ein Slogan alter Hippieposter, sondern es war Freiheit. Freiheit, so wie man sie in eine Konformität der Wörter presst. 

Ich kam an und lebte mein Leben weiter, so wie es zwangsläufig weiter gehen musste. Hatte meinen unabgeschlossenen Abschluss schließlich hinter mir gelassen, der jetzt aber abgeschlossen werden wollte...
Und so tat ich, was ich musste und kam schnell wieder in den Trott des Alltages und der Pflichten und des Druckes, der einem von konservativer Gesellschaft aufgedrückt wird.
Der Unterschied war allerdings, dass es nicht das Leben war wie zuvor und es war auch nicht mein Auslandsleben... es war ein Leben, in dem ich mich nicht mehr wohl fühlte... und plötzlich fühlte ich mich auch in meiner HAut nicht mehr wohl... Alle sozialen Kontakte waren irgendwie zum Scheitern verurteilt, Freunde, die mal Freunde waren, WAREN mal Freunde. Mein Leben... ein langweiliger Haufen, den ich später nur bereuen kann, da nicht genutzt und verkümmert gelassen, wie meine Sammlung Kaktusse auf der Fensterbank, die trotz geringer Bedürfnisse trotzdem verendeten. und ich stand allein dar, auch meine KAkteen hatten mich verlassen... und den, den ich liebte, machte ich das Leben zur Hölle, eben weil ich ihn so liebte.. und ich es nicht ertrug, dass er mich lieben könnte, nachdem ich mich selbst nicht lieben konnte...

Ich schreibe diesen Block, weil es etwas geben muss, dass meine Gedanken festhält... damit ich, wenn ich über mich selbst hinweggekommen bin, ich eine Art Mahnmal habe, auf dass ich diesem Zustand nie wieder verfalle und meinem Leben den Sinn und die Freude und den Nutzen gebe, den es verdient. Und weil ich eh so viel Zeit am Computer verbringe ein Blog, kein altmodisches und doch so wundervolles altes Tagebuch, das ich mit meinen Sorgen fülle.

 image

1.8.15 21:49
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung